Tipps und Infos zum Thesenpapier

Tipps und Infos zum Thesenpapier 

Insbesondere bei Referaten, Vorträgen und Präsentationen erhalten die Teilnehmer und Zuhörer häufig Informationsunterlagen, die auch als Thesenpapier, Handout, Paper oder Tischvorlage bezeichnet werden.

Diese vermitteln einen Überblick über die Themen, fassen die Inhalte kurz zusammen und fungieren gleichzeitig als Merkhilfe und Orientierungsleitfaden für spätere Gespräche und Diskussionen. Je nach Anlass sind die Informationsunterlagen dabei inhaltlich und optisch unterschiedlich gestaltet und werden dementsprechend auch unterschiedlich bezeichnet.

 

Es ist zwar nicht immer möglich, die einzelnen Bezeichnungen präzise voneinander abzugrenzen und teilweise werden die Begriffe auch synonym verwendet, aber dennoch lassen sich Unterschiede feststellen und einige wesentliche Vorgaben definieren.

Hier nun die wichtigsten Tipps und Infos zum Thesenpapier in der Übersicht:

Die unterschiedlichen Bezeichnungen

Das Thesenpapier kommt meist in der Schule zum Einsatz, wo es im Zusammenhang mit einem Referat erstellt wird. Es fasst den Inhalt des Referats kurz, knapp und präzise in Form von Kernaussagen und Thesen zusammen.

Ob das Thesenpapier bereits vor dem Referat oder erst danach ausgeteilt wird, obliegt der eigenen Entscheidung. Das Thesenpapier spielt aber nicht nur in der Schule eine Rolle, sondern ist auch an Universitäten und bei beruflichen Vorträgen weit verbreitet.

Der Begriff Thesenpapier wird dabei jedoch zunehmend durch die neudeutsche Bezeichnung Handout ersetzt:

Die Bezeichnung Handout leitet sich von dem englischen Verb to hand out für aushändigen ab und bedeutet übersetzt etwa soviel wie Informationsunterlage. Als Handout werden daher im Allgemeinen alle die Unterlagen bezeichnet, die im Zuge von Vorträgen, Referaten, Tagungen, Konferenzen, Besprechungen und Meetings an die Teilnehmer ausgehändigt werden.

Im Unterschied zu einem reinen Thesenpapier kann ein Handout allerdings umfangreicher gestaltet sein und neben der Zusammenfassung der Inhalte auch zusätzliche Informationen wie beispielweise Tabellen, Statistiken, Grafiken, Begriffsdefinitionen oder Angaben zu weiterführenden Quellen enthalten.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass ein Handout auch nur in Stichworten formuliert sein kann, während ein Thesenpapier immer in ausformulierter Form verfasst wird.

Daneben wird teilweise auch die Bezeichnung Paper verwendet:

Paper bedeutet übersetzt nichts anderes als Papier und meint ebenfalls ein Schriftstück, das im Rahmen von Vorträgen und Veranstaltungen an die Zuhörer und Teilnehmer verteilt wird. Bestimmte inhaltliche oder formale Kriterien für ein Paper gibt es nicht.

Aus der Verwaltungssprache stammt der Begriff Tischvorlage.

Diese wird den Anwesenden vor Beginn eines Vortrags ausgehändigt und meist enthält eine Tischvorlage Informationen, die im Zusammenhang mit einer Entscheidung stehen. Inhaltlich fasst eine Tischvorlage die relevanten Kernaussagen zusammen, kann darüber hinaus aber Zusatzinformationen wie Grafiken, Tabellen und Statistiken enthalten. Außerdem ist es möglich, Anträge in Form einer Tischvorlage einzubringen.

Typisch sind Tischvorlagen beispielsweise im Deutschen Bundestag und hier beschäftigen sich die Tischvorlagen mit Stellungnahmen oder Vorschlägen des jeweiligen Abgeordneten zu einer bestimmten Fragestellung oder einem politischen Problem.  

Die Gestaltung eines Thesenpapiers

Grundsätzlich gibt es keine strengen und allgemeingültigen formalen Kriterien, wie ein Thesenpapier gestaltet sein sollte, denn dazu sind die Anlässe, die Absichten der Verfasser und die Erwartungen der Zuhörer und Teilnehmer zu verschieden. Aber es gibt einige grobe Richtlinien, die der Verfasser beachten sollte, damit sein Thesenpapier dem Anspruch einer strukturieren, übersichtlichen und nützlichen Informationsunterlage gerecht wird:

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Das Thesenpapier hat die Aufgabe, einen Vortrag in kurzer und knapper Form zusammenzufassen. Dadurch dient das Thesenpapier einerseits einem besseren Verständnis und andererseits als Orientierungshilfe und Gedächtnisstütze.

Wichtig ist daher, dass sich das Thesenpapier eng an den Inhalten des Vortrags orientiert und die Reihenfolge der Informationen mit dem roten Faden des Vortrags übereinstimmt.

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Damit das Thesenpapier übersichtlich bleibt, sollte es sich tatsächlich auf die Kernaussagen und die Hauptthesen beschränken. Als grobe Richtlinie gilt, dass ein Thesenpapier bei einer Schriftgröße von 12 Punkt eine, maximal zwei DIN A4-Seiten lang sein sollte.

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Übersichtlicher wird das Thesenpapier durch eine entsprechende Gliederung. So können die Inhalte mithilfe von Aufzählungs- oder Nummerierungszeichen aufgelistet werden, für besonders wichtige Inhalte bietet sich der Fettdruck an.

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Inhaltlich umfasst das Thesenpapier auf jeden Fall folgende Angaben:

·         Name des Verfassers

·         Ort, Datum und Art der Veranstaltung

·         Thema oder Fragestellung des Vortrags

·         die wesentlichen Hauptaussagen und Kernthesen     

Daneben kann das Thesenpapier aber auch weitere Informationen enthalten,                          beispielsweise Grafiken, Tabellen, Statistiken, Definitionen der wichtigsten Begriffe oder Angaben zu weiterführenden Quellen. 

Das informierende und das kommentierende Thesenpapier

Grundsätzlich gliedern sich Thesenpapiere in informierende und in kommentierende Thesenpapiere. Informierende Thesenpapiere beinhalten die Kernthesen zu einem Thema oder einer Fragestellung und dienen in erster Linie als Informationsgrundlage über den Vortrag und für weiterführende Gespräche.

Sofern für ein besseres Verständnis notwendig, kann ein informierendes Thesenpapier auch Zusatzinformationen enthalten. Ein kommentierendes Thesenpapier hingegen formuliert und begründet die Thesen, die sich aus der eigenen Beurteilung eines Sachverhalts oder einer Fragestellung ergeben.

Ähnlich wie bei einer Erörterung werden hier Thesen und Antithesen gegenübergestellt, Zusatzinformationen in Form von Grafiken, Tabellen oder Statistiken sind aber nicht üblich. Ein kommentierendes Thesenpapier dient als Einstieg und als Grundlage für eine anschließende Diskussion zu dem jeweiligen Thema.

In der Praxis treten allerdings häufig Mischformen auf, denn in vielen Fällen wird ein Vortrag in einem anschließenden Gespräch weiter thematisiert.

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