10 Tipps zum Korrekturlesen, Teil 1

10 Tipps zum Korrekturlesen, Teil 1

Ob Brief, Bewerbung, Referat, Hausarbeit oder Beitrag für eine Webseite: Jeder Text will nach dem Schreiben Korrektur gelesen werden. Beim Korrekturlesen geht es darum, inhaltliche Fehler, ungeschickte Formulierungen sowie Rechtschreib- und Grammatikfehler aufzuspüren und zu berichtigen. Doch einen selbstgeschriebenen Text Korrektur zu lesen, ist gar nicht so einfach. Denn dafür braucht es nicht nur viel Konzentration, sondern auch die richtige Technik.

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10 Tipps zum Korrekturlesen, Teil 1

Wir geben zehn Tipps, worauf es beim Korrekturlesen zu achten gilt und wie es klappt, einen Text zügig und sicher zu korrigieren!:

Tipp 1: Langsam und laut lesen.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Kinder in der Grundschule Texte langsam und laut vorlesen. Denn diese Art des Lesens hat Effekte, die auch beim Korrekturlesen sehr nützlich sind. Dazu gehört, dass das laute Lesen dazu zwingt, genau und Wort für Wort zu lesen. Die Gefahr, den Text nur zu überfliegen, ist dadurch minimiert.

Hinzu kommt, dass mehrere Sinne beteiligt sind. Deshalb fällt es schneller auf, wenn etwas nicht stimmt und in einem Satz zum Beispiel ein Wort fehlt oder die Formulierung nicht zusammenpasst.

Tipp 2: Den Text von hinten nach vorne durcharbeiten.

Wer einen Text liest, den er selbst geschrieben hat, hat die Inhalte im Kopf. Die Folge ist, dass er nicht das liest, was dort tatsächlich steht, sondern das, von dem er glaubt, dass es dort steht. Hinzu kommt, dass sich auch das Auge die Wörter und Buchstaben in der gewohnten, richtigen Schreibweise zurechtlegt.

Ein Wort, das falsch geschrieben ist, fällt dadurch aber oft nicht auf, selbst wenn der Text mehrfach gelesen wird.

Ein Trick, der erstaunlich gut funktioniert, besteht darin, den Text rückwärts zu lesen. Wird der Text von hinten nach vorne durchgearbeitet, liegt der Fokus automatisch auf den einzelnen Wörtern.

Denn die Satzstruktur ist aufgehoben und die reine Aneinanderreihung der Wörter ergibt so keinen Sinn. Tippfehler fallen dadurch eher auf, weil das Auge über die falsche Schreibweise stolpert.

Tipp 3: Das Schriftbild ändern.

Durch die Standardeinstellungen im Textverarbeitungsprogramm sehen Dokumente immer recht ähnlich aus. Das Auge gewöhnt sich an dieses Schriftbild und erfasst die Sätze fast automatisch. Hilfreich kann deshalb sein, die Größe der Schrift, die Schriftart oder die Farbe fürs Korrekturlesen zu verändern.

Dieser kleine Kniff bewirkt, dass das Schriftbild sofort ganz anders und ungewohnt aussieht. Fehler, Doppelungen oder fehlende Wörter lassen sich so besser erkennen.

Durch das Umstellen der Schriftart und der Schriftgröße scheint es fast so, als würde ein fremder Text Korrektur gelesen. Bei der Farbe hingegen ist etwas Vorsicht geboten.

Die Farbe von Schwarz auf ein dunkles Blau oder Grün zu wechseln, geht in Ordnung. Ein helles Gelb, ein knalliges Orange oder ein sattes Rot hingegen ist keine gute Idee. Denn einen Text in solchen Farben zu lesen, ist für die Augen sehr anstrengend.

Auch verschiedene Farben auf einer Seite sind eher schwierig. Hier besteht die Gefahr, dass das bunte Erscheinungsbild zu sehr vom Inhalt ablenkt.

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Tipp 4: Den Text zum Korrekturlesen ausdrucken.

Es ist zwar bequem und praktisch, einen Text am Bildschirm Korrektur zu lesen. Schließlich liegt er als Datei vor und Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehler sind mit einem Klick berichtigt. Trotzdem kann es sehr sinnvoll sein, einen Text fürs Korrekturlesen auszudrucken.

Ein Grund dafür ist, dass Fehler auf Papier eher auffallen als auf dem Monitor. Denn ausgedruckte Texte werden instinktiv oft aufmerksamer gelesen. Dazu kommt, dass die Augen nicht so schnell müde werden. Auch die Konzentration bleibt länger erhalten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein ausgedruckter Text überall mit hingenommen werden kann. Wer zum Beispiel mit Bus oder Bahn unterwegs ist, seine Mittagspause im Park verbringt oder beim Arzt im Wartezimmer sitzt, kann die Zeit nutzen, um ein, zwei Seiten Korrektur zu lesen.

Vor allem bei einem langen Text wie einer mehrseitigen Hausarbeit lässt sich so unterm Strich wertvolle Zeit sparen.

Gibt es weitere Personen, die den Text überprüfen, ist die ausgedruckte Variante ebenfalls nützlich. Denn sie müssen nicht alle den ganzen Text durchgehen, sondern sehen auf einen Blick, was ihr Vorgänger schon korrigiert hat.

Tipp 5: Abstand gewinnen.

Es spricht natürlich überhaupt nichts dagegen, schon beim Schreiben erste Korrekturen vorzunehmen. Ist ein Absatz oder Kapitel fertig, kann dieser Teil kurz überflogen werden, um auf diese Weise schon eine Art Vorkorrektur durchzuführen. Genauso ist nichts dagegen einzuwenden, den Text gleich im Anschluss, sobald er fertig ist, ein erstes Mal Korrektur zu lesen.

Die finale Überarbeitung sollte aber mit etwas zeitlichem Abstand erfolgen. Ist der Text fertig, sollte er also zunächst einmal beiseite gelegt werden. Mindestens ein Tag sollte es auf jeden Fall sein, besser wären mehrere Tage.

Durch die Pause sind die Inhalte nicht mehr so präsent. Das macht es einfacher, das zu lesen, was wirklich geschrieben wurde. Neben fehlerhaften Formulierungen oder Aussagen, die nicht gut klingen, fallen so auch Rechtschreibfehler zuverlässiger auf.

Sind die Inhalte hingegen noch ganz frisch und im Kopf, ist die Wahrscheinlichkeit größer, nur die vermuteten Inhalte zu lesen und die vorhandenen Fehler zu übersehen.

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Hier schreiben Carmen Dutzke, Geschäftsinhaberin Druck-, Copy- und Bastelzubehör Shops, Heinrich Bartels, Rechtsberater, sowie Ferya & Christian Gülcan, Unternehmer (B2B, B2C, Erfahrung Schriftverkehr), Künstler, Redakteur/in und Betreiber/in dieser Seite und Youtuberin Sevilart (Bastel- & Dekovideos). Neben Anleitungen und Informationen zu sämtlichen Arbeiten mit Papier, geben wir Basteltipps und Vorlagen für Briefe zu Behörden, Verträgen und was noch so im Schriftverkehr anfällt. Die Inhalte des Informationsangebots z.B. Vorlagen, stellen keine Rechtsberatung dar, somit ersetzen die Inhalte auch keine rechtliche Beratung.

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