Anleitung für eine raffinierte Schale aus Zeitschriften

Anleitung für eine raffinierte Schale aus Zeitschriften

Im Laufe der Zeit sammelt sich in vielen Haushalten ein ordentlicher Vorrat an Zeitschriften an. Diese alten, ausgelesenen Zeitschriften müssen aber nicht gleich entsorgt werden. Mit etwas Geduld lassen sich daraus nämlich raffinierte Schalen anfertigen.

Durch die bunten Farben entstehen so originelle Hingucker, die nicht nur dekorativ, sondern auch praktisch sind. Nässe oder Feuchtigkeit vertragen die Papierschalen zwar nicht, aber Schlüssel, Schreibmaterialien, Schminkutensilien und anderer Kleinkram finden darin einen schönen Platz.

Hier also die Anleitung für eine raffinierte Schale aus Zeitschriften!:

Die Materialien für die Schale

  • Zeitschriften oder Hochglanzmagazine
  • Klebestift
  • dünnes, transparentes Klebeband
  • Schere oder Cutter
  • Schale oder Schüssel als Schablone

Die Anleitung für die Schale

Die Schale kann letztlich aus Zeitschriften aller Art gebastelt werden. Zeitschriften aus dünnerem Papier wie beispielsweise die Fernsehzeitschrift, Modekataloge oder auch Werbeprospekte eignen sich also genauso wie Hochglanzmagazine. Soll eine größere Schale angefertigt werden, sollten die Zeitschriften aber das gleiche Format haben.

Andernfalls werden die Papierstreifen ungleichmäßig. Zeitung funktioniert grundsätzlich auch. Allerdings ist Zeitungspapier recht dünn und kann deshalb einreißen. Beschichtetes Papier, wie es für Zeitschriften verwendet wird, ist daher die bessere Wahl. Angefertigt wird die Schale wie folgt:

 

  1. Schritt: die Papierstreifen falten

Als erstes werden aus der Zeitschrift Papierstreifen gefaltet. Dafür wird die Zeitschrift auseinandergenommen und in einzelne Seiten aufgeteilt. Wichtig dabei ist, die einzelnen Seiten sauber und ordentlich voneinander zu trennen, damit die Blätter alle das gleiche Format haben. Dann wird der erste Papierstreifen gefaltet:

  • Das Zeitschriftenblatt wird quer hingelegt und einmal der Länge nach zusammengefaltet. Nachdem die Faltlinie gut nachgestrichen ist, wird die Faltung wieder geöffnet. Dadurch verläuft nun mittig auf dem Papier eine waagerechte Linie, die das Blatt in zwei Hälften teilt.
  • Nun wird die untere Kante des Papiers zur Faltlinie gefaltet. Dabei sollte die Papierkante aber nicht direkt auf der Mittelfalz, sondern kurz vorher enden. Durch den kleinen Abstand zur Faltlinie entsteht später, wenn der Streifen zusammengeklappt wird, keine unschöne Verdickung in der Mitte.
  • Die neue Unterkante des Papiers wird jetzt ein weiteres Mal zur Faltlinie hin nach oben geknickt. Dabei sollte die Papierkante bündig mit der vorherigen Faltung abschließen. Dadurch bleibt automatisch auch der Abstand zum Mittelfalz erhalten.
  • Dann wird die Unterkante ein drittes Mal zum Mittelfalz gefaltet.
  • Jetzt wird das Ganze mit der gegenüberliegenden Seite wiederholt. Auch hier wird die Unterkante des Papiers also insgesamt dreimal zum Mittelfalz geknickt, jeweils mit kleinem Abstand zur Mittellinie.

Zum Schluss wird der Papierstreifen in der Mitte zusammengeklappt. Damit ist nun ein Papierstreifen vorhanden, der ungefähr 1 cm breit ist. Damit sich der Papierstreifen nicht wieder öffnet, wird er mittels Klebestift zusammengeklebt.

Zum besseren Verständnis hier das Falten noch einmal als Grafik:

[Schale 1]

Schale 1

Nach diesem Prinzip wird nun die ganze Zeitschrift zu Papierstreifen verarbeitet. Je größer die Schale werden soll, desto mehr Streifen werden natürlich benötigt. Ein wenig Geduld braucht es deshalb schon, denn für beispielsweise eine mittelgroße Schale sollten es schon um die 80 Papierstreifen sein.

 

  1. Schritt: die Papierstreifen aufrollen

Sind die Papierstreifen fertig, ist der aufwändigste Teil schon geschafft. Der Rest geht nun sehr viel schneller. Die Streifen werden jetzt nämlich aufgewickelt. Dafür wird der erste Papierstreifen auf einer Seite mit Klebstoff versehen und anschließend möglichst eng zu einer Schnecke aufgewickelt. Diese Schnecke bildet den Mittelpunkt der Schale.

Dann wird der nächste Papierstreifen angesetzt und mit einem Stückchen Klebeband an der Schnecke festgeklebt. Auch dieser Streifen wird wieder möglichst eng um die Schmecke gewickelt und am Ende erneut mit einem Stück Klebeband festgeklebt. So geht es nun immer weiter. Jeder Papierstreifen wird also um die Papierschnecke gewickelt und dabei sowohl am Anfang als auch am Ende mit Klebeband befestigt.

Wichtig dabei ist aber, die Papierstreifen so eng wie möglich aufzurollen, damit ein gleichmäßiges Gebilde entsteht und die Schale später gut geformt werden kann. Gleichzeitig wird die Schnecke nun immer größer, bis schließlich eine kreisrunde Platte vorhanden ist.

[Schale 2]

Schale 2

 

  1. Schritt: die Schale formen

Nun muss die Papierplatte nur noch zur Schale geformt werden. Das geht mit einer Schale oder Schüssel als Schablone am einfachsten. Dafür wird die Schablone mit dem Boden nach oben auf den Tisch gestellt. Dann wird die Papierplatte auf den Boden aufgelegt und mittig ausgerichtet. Anschließend wird die Papierplatte vorsichtig seitlich, an der Schablone entlang nach unten gedrückt.

Dadurch nimmt die Papierplatte automatisch die Form der Schablone an. Nachdem die Papierschale abgenommen ist, kann sie noch wie gewünscht weiter ausgeformt werden, beispielsweise indem eine Kante etwas weiter nach unten gedrückt wird. Und um die Papierschale zu verstauen, kann sie einfach wieder zusammengeschoben werden.

 

3 Extra-Tipps:

  1. Wird die Schale aus einem Hochglanzmagazin (aus dickerem, beschichtetem Papier) angefertigt, können die einzelnen Seiten vor dem Falten halbiert werden. In diesem Fall werden die langen Kanten nur zweimal eingefaltet. Dadurch werden die Streifen nicht so fest und lassen sich leichter aufrollen.
  2. Wer die Form der Schale fixieren möchte, kann die fertige Schale mit Sprühkleber oder Sprühlack einsprühen. Beides verklebt das Gebilde.
  3. Wer keine Schale formen, sondern die Papierschnecke lieber als Platte nutzen möchte, kann die einzelnen Papierstreifen miteinander verkleben. Statt mit Klebeband wird in diesem Fall nur mit dem Klebestift gearbeitet. Dadurch entsteht eine sehr stabile Papierplatte.

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Veröffentlicht von

Carmen Dutzke & Heinrich Bartels

Hier schreiben Carmen Dutzke, 38 Jahre, Geschäftsinhaberin von einem Druck-, Copy- und Bastelzubehör Shops, sowie Heinrich Bartels, 44 Jahre und Rechtsberater. Neben Anleitungen und Informationen zu sämtlichen Arbeiten mit Papier, geben wir Basteltipps und Vorlagen für Briefe zu Behörden, Verträgen und was noch so im Schriftverkehr anfällt.

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