Briefe richtig knicken – so geht’s, Teil 1

Briefe richtig knicken – so geht’s, Teil 1

Ob geschäftliche Korrespondenz, offizielle Schreiben oder private Briefe: Auch in Zeiten der digitalen Kommunikationswege haben klassische Briefe noch längst nicht ausgedient. Nach wie vor werden tagtäglich unzählige Schreiben verschickt. Doch bevor sich ein Brief auf den Weg machen kann, muss er in einen Briefumschlag. Nur ist genau das mitunter gar nicht so einfach.

Briefe richtig knicken - so geht's, Teil 1

Schließlich muss ein Schreiben nicht nur irgendwie in den Umschlag passen. Stattdessen sollte das Papier ordentlich gefaltet sein. Denn ein Brief voller Knicke und Eselsohren macht keinen guten Eindruck.

Außerdem könnten die Faltkanten das Papier brüchig werden lassen oder die Schrift beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass der Brief keinen Schaden nehmen sollte, wenn der Empfänger den Umschlag öffnet.

Bei einem Kuvert mit Sichtfenster muss der Brief zudem auch noch so gefaltet sein, dass die Anschrift gut lesbar im Sichtfenster erscheint.

Kurzum: Eine geeignete Falttechnik muss her.

Wir erklären in einem zweiteiligen Ratgeber, welcher Umschlag sich wofür eignet und wie die Sache mit dem richtigen Knicken von Briefen funktioniert.

Das gängige Papierformat für Briefe

Papier und Briefumschläge gibt es in vielen verschiedenen Formaten. Bei klassischem Briefpapier stellt sich die Frage nach einem passenden Kuvert meist nicht.

Denn ein Set beinhaltet üblicherweise neben dem schön gemusterten Briefpapier auch Briefumschläge. Bei Grußkarten erübrigt sich die Suche nach dem richtigen Umschlag ebenfalls. Die Karte bringt ihr Kuvert nämlich gleich mit.

Ansonsten wird für Briefe und Schreiben in aller Regel Papier im Format DIN A4 verwendet. Dass sich dieses Papierformat als Standard etabliert hat, hängt mit dem Computer und dem Drucker zusammen.

Der Großteil aller Briefe, Dokumente und anderen Schriftstücke wird heutzutage am PC verfasst und anschließend ausgedruckt. Handelsübliche Drucker wiederum sind auf DIN A4 große Blätter ausgerichtet.

Deshalb sind auch die Dokumente in Textverarbeitungsprogrammen auf dieses Format voreingestellt und die fertigen Briefe werden eben auf Papier im Format DIN A4 ausgedruckt.

Versandtaschen für Briefe

Im Unterschied zum Papier sind bei den Briefumschlägen mehrere Formate gebräuchlich. Je nachdem, wie viele Seiten ein Schreiben umfasst, kommt entweder ein Kuvert oder eine Versandtasche in Frage.

Bei einer Versandtasche im Format C4 muss das Schreiben gar nicht geknickt werden. Denn weil die Versandtasche 229 x 324 mm groß ist, können Blätter im Format DIN A4 so hineingeschoben werden, wie sie sind.

So eine Versandtasche bietet sich deshalb an, wenn ein Brief recht viele Seiten umfasst. Gleiches gilt, wenn zusammen mit dem Schreiben weitere Unterlagen verschickt werden, die nicht geknickt werden sollen. Das kann zum Beispiel ein Vertrag, ein Bewerbung oder ein großes Foto sein.

Eine Versandtasche im Format C5 hat eine Größe von 162 x 229 mm. Dadurch ist sie etwas größer als ein halbes DIN A4 Blatt. Ein Brief muss daher nur einmal in der Mitte zusammengeklappt werden, damit er in den Umschlag passt.

Diese Versandtasche ist eine gute Wahl, wenn ein Brief mehrere Seiten beinhaltet oder zusammen mit dem Brief kleinere Unterlagen wie Broschüren oder Flyer verschickt werden.

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Zur größeren Herausforderung können dann schon die normalen Briefkuverts werden. Denn sie machen es notwendig, die Briefe auf ein Drittel oder ein Viertel zu knicken.

Briefe für Umschläge im Format C6 knicken

Ein Briefumschlag im Format C6 ist 114 x 162 mm groß. Im geschäftlichen Briefverkehr und für offizielle Schreiben werden diese Kuverts eher selten verwendet. Bei privater Post kommen sie aber recht oft zum Einsatz.

Damit ein Brief in den Umschlag passt, muss er im sogenannten Kreuzfalz geknickt werden. Dabei wird das Blatt Papier auf ein Viertel gefaltet, indem es waagerecht und anschließend senkrecht zusammengeklappt wird.

Die Vorgehensweise ist so:

  • Der Schrift liegt mit der Schrift nach oben auf dem Tisch.

  • Dann wird die Unterkante auf die Oberkante geklappt. Ist das Blatt so ausgerichtet, dass alle Kanten bündig aufeinanderliegen, wird das Papier glattgestrichen. Die Seite ist damit nur noch halb so groß.

  • Anschließend wird das Blatt senkrecht halbiert. Dafür wird die linke Kante auf die rechte Kante geklappt, gerade ausgerichtet und flach gedrückt.

  • Insgesamt hat sich die Seite durch das Falten auf ein Viertel verkleinert. Deshalb passt der Brief jetzt genau in den Briefumschlag.

Ein Kuvert im Format B6 sieht genauso aus, ist rundherum aber ein paar Millimeter größer als ein C6 Umschlag. Umfasst ein Brief mehrere Seiten oder soll er um ein Foto, eine Postkarte oder eine ähnliche Kleinigkeit ergänzt werden, kann der etwas größere Umschlag zum Einsatz kommen.

An der Falttechnik für den Brief ändert sich dabei nichts. Auch hier wird der Brief also im Kreuzfalz geknickt.

Die meisten Schwierigkeiten verursacht ein Briefumschlag im Format DIN lang. Denn hier muss der Brief in drei ungefähr gleichgroße Teile geknickt werden.

Briefe knicken 1

Und welche Tipps und Tricks es gibt, um einen Brief ordentlich auf ein Drittel zu falten, zeigen wir im 2. Teil.

Mehr Ratgeber, Tipps, Vorlagen und Anleitungen:

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Hier schreiben Carmen Dutzke, 38 Jahre, Geschäftsinhaberin von einem Druck-, Copy- und Bastelzubehör Shops, Heinrich Bartels, 44 Jahre und Rechtsberater, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite. Neben Anleitungen und Informationen zu sämtlichen Arbeiten mit Papier, geben wir Basteltipps und Vorlagen für Briefe zu Behörden, Verträgen und was noch so im Schriftverkehr anfällt.

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