Kreative Grußformeln in geschäftlichen E-Mails

Kreative Grußformeln in geschäftlichen E-Mails

Ob sonnige, gespannte, süße oder winterliche Grüße: Geschäftliche E-Mails enden immer öfter mit einer originellen Grußformel.

Die altbewährten freundlichen Grüße scheinen zunehmend zum Auslaufmodell zu werden. Doch woher kommt der Wandel? Und wie ausgefallen darf die Verabschiedung sein?

Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps für kreative Grußformeln in geschäftlichen E-Mails zusammengetragen:

 

Was hat es mit der neuen Kreativität auf sich?

Allein in Deutschland werden Schätzungen zufolge im Jahr 2018 über 900 Milliarden E-Mails verschickt werden. Spam ist dabei noch gar nicht mit eingerechnet. Bei dieser gewaltigen Menge bekommt das Bearbeiten der E-Mails, die tagtäglich im virtuellen Postfach landen, schnell den Charakter einer Fließbandarbeit. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass E-Mails so kurz wie möglich gehalten werden.

Der Absender erhofft sich davon, dass die Chancen, dass seine E-Mail überhaupt gelesen und dann auch beantwortet wird, steigen. Je kürzer die Nachrichten sind, desto unpersönlicher werden sie aber auch.

Doch genau diese Entwicklung kann andersherum durchaus positiv genutzt werden. Denn wenn der Absender seinen E-Mails eine persönliche Note gibt, werden sie Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen angenehm in Erinnerung bleiben. Die Chancen, dass der Empfänger die E-Mails schneller öffnet und früher beantwortet, wenn der Absender mal wieder von sich hören lässt, sind dadurch ungleich höher.

Natürlich heißt das nun nicht, dass der Absender jede Nachricht mit einer persönlichen Anekdote anreichern soll. Eine originelle Grußformel kann schon völlig ausreichen, um sich von der Masse abzuheben. Zumal die Grußformel den Inhalt der E-Mail beendet und somit am ehesten im Gedächtnis bleibt.

 

Wie kreativ dürfen die Grußformeln in geschäftlichen E-Mails sein?

Die E-Mail hat sich längst als Kommunikationsmittel etabliert. Und während das Schreiben, Abschicken und Abrufen von E-Mails vor wenigen Jahren noch neu und ungewohnt war, ist es heute Routine. Gleichzeitig scheinen sich immer mehr Unternehmen zunehmend Mühe bei der optischen Gestaltung ihrer Mails zu geben. So werden die Inhalte lesefreundlich und übersichtlich formatiert und in die Signatur wird das Firmenlogo oder sogar ein Foto des Ansprechpartners eingefügt.

Warum? Weil die E-Mail dadurch ein Alleinstellungsmerkmal bekommt. Und weil der Text seinen lieblosen, roboterhaften Charakter verliert. Schließlich möchte der Empfänger keine Standard-Massen-E-Mail bekommen. Wenn schon eine weitere E-Mail in seinem Postfach landet, dann soll sie wenigstens so wirken, als wäre sie auf ihn persönlich zugeschnitten.

Doch was heißt das für die Grußformel? Wie viel Kreativität ist an dieser Stelle erlaubt? Zunächst einmal ist wichtig, dass die Grußformel zum Absender passt. Eine Werbeagentur kann beispielsweise kreative Grüße schicken, bei einem Unternehmen aus der Gesundheitsbranche dürfen es gesunde Grüße sein und eine IT-Firma kann ihre Grüße in einen Binärcode verpacken.

Doch wenn ein Bauunternehmen köstliche Grüße übermittelt, während sich ein Versicherungsvermittler mit romantischen Grüßen verabschiedet, wird der Empfänger irritiert sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Professionalität. Immerhin darf die Seriosität bei der geschäftlichen Kommunikation nicht unter der Individualität und Kreativität leiden. Kennt der Absender den Empfänger ziemlich gut und ist die Geschäftsbeziehung über Jahre gewachsen, darf der Ton durchaus vertrauter sein. Ansonsten können frühere Nachrichten eine gute Orientierungshilfe bieten. Hatte der Empfänger die klassischen Grußformeln gewählt und auch sonst eher formal-korrekt formuliert, sollte sich der Absender besser zurückhalten.

Eine zu lockere Ausdrucksweise könnte dann nämlich nicht gut ankommen. Andersherum kann es zu steif wirken, wenn der Absender bei einem jungen Start-Up in einer modernen Branche auf altehrwürdige Floskeln zurückgreift. Es gilt also, die richtige Mischung aus persönlicher Note und professionellem Auftreten zu finden.

 

Wie kann die Grußformel lauten?

Die Auswahl an möglichen Grußformeln ist groß. Von klassisch bis originell und von zurückhaltend bis innovativ ist fast alles möglich. Natürlich immer vorausgesetzt, die Grußformel passt sowohl zum Absender als auch zum Empfänger. Ein paar Beispiele:

  • Mit freundlichen Grüßen: Diese Grußformel ist der absolute Klassiker, wirkt höflich und formell. Sie passt letztlich in jede E-Mail. Der Absender kann damit nichts falsch machen. Die Grußformel ist natürlich alles andere als kreativ, wird aber sicher niemandem unangenehm auffallen. Nur positiv herausstechen kann der Absender damit eben auch nicht.
  • Mit herzlichen Grüßen: Diese Variante ist immer noch klassisch, klingt aber persönlicher und weniger steif. Ist der Absender unsicher, wie die herzlichen Grüße beim Empfänger ankommen, kann er die Grußformel um die Ortsangabe ergänzen. Oder kann die herzlichen Grüße gegen beste oder schöne Grüße Liebe Grüße haben im Unterschied dazu in einer geschäftlichen E-Mail nichts zu suchen.
  • Mit sommerlichen Grüßen aus der sonnigen Musterstadt: Angaben zum Ort, zum Wetter und zur Jahreszeit sind eine beliebte Methode, um der Grußformel eine persönliche Note zu geben. Solche Zusätze lockern die Floskel auf, ohne zu sehr ins Private abzurutschen.
  • Mit einem Dankeschön im Voraus und besten Grüßen: Studien haben gezeigt, dass eine E-Mail schneller bearbeitet und früher beantwortet wird, wenn sie einen Dank enthält. Es kann also nicht schaden, sich schon im Vorfeld für die Antwort zu bedanken und das Ganze mit dem Gruß zu kombinieren.
  • Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende: Nirgends steht geschrieben, dass die Grußformel die Grüße beim Namen nennen muss. Genauso gut kann der Absender seine E-Mail damit beenden, dass er dem Empfänger ein schönes Wochenende, einen guten Start in die neue Woche, erholsame Feiertage oder einen gelungenen Urlaub wünscht.
  • Mit einem freundlichen Tschüß aus Musterstadt: Originell ist, die E-Mail wie ein persönliches Gespräch zu beenden. Bei einem Treffen würde der Absender seinen Geschäftspartner oder Kunden schließlich auch nicht mit Grüßen verabschieden. Allerdings ist hier etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Denn in sehr konservativen Branchen kann eine solche Grußformel dann doch etwas zu kreativ sein.

Ein Tipp zum Schluss

Damit die persönliche und kreative Note erhalten bleibt, sollte er Absender abwechseln. Denn selbst die originellste Grußformel wird schnell zur Standardfloskel, wenn sie in jeder E-Mail auftaucht.

Schickt der Absender hingegen einmal gut gelaunte Grüße, beim nächsten Mal sportliche Grüße aus der Fußball-Hochburg XY und beim dritten Mal winterliche Grüße nach Musterstadt, zaubert er dem Empfänger immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.

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